Ratgeber

Dachboden - Marderschutz

Marder sind primär in den oberen Etagen anzutreffen und bevorzugen speziell den Dachboden als Unterkunft. Im Keller halten sich Marder eher nicht auf. Meistens bleibt die Anwesenheit des Steinmarders unbemerkt. Anzeichen für Marder im Haus sind morgens und abends Krabbelgeräusche des Marders auf dem Dachboden. Insbesondere im Zeitraum von März bis September, in dem die Aufzucht der Jungen und die anschließende Paarungszeit (Ranz) stattfindet, können massive Lärmstörungen durch die nachtaktiven Tiere auftreten.

Deshalb ist es ratsam den Marder vom Dachboden zu vertreiben bevor die Jungen geboren werden.

Typische Spuren für Marder auf dem Dachboden

Auch Kot- und Urinspuren sowie Überreste von Aas lassen auf einen Marder schließen. Steinmarder sind wie Katzen sehr reinliche Tiere, die neben einem Schlafplatz auch eine separate Speisekammer und Toilette einrichten. Da sie immer wieder die gleiche Stelle als Toilette benutzen, besteht die Gefahr, dass Urin in den Boden eindringt und diesen dauerhaft schädigt.

Bleibt der Marder für längere Zeit unbemerkt kann das dazu führen, dass sich seine Urinspuren ausbreiten oder der Geruch nach Fäkalien und Verwesung irgendwann so penetrant wird, dass man ihn im ganzen Haus riecht. Die Kothaufen und herumliegende Beutereste können neben der Geruchsbelästigung auch zum Befall mit Maden und Insekten führen, die zu einer richtigen Plage werden können. Außerdem können Marder Krankheiten wie Tollwut übertragen.

MarderkennungMarderkennung

Ein weiteres Indiz für einen Marderbefall sind Tunnelgänge in der Dachisolierung. Marder sind sehr vorsichtige Tiere, die immer mehrere Fluchtwege aus ihrem Versteck haben. Daher sollten Hausbesitzer das Dach nach möglichen Ein- und Ausstiegen absuchen und diese – wenn möglich – verschließen.

Um herauszufinden, wie der Marder ins Gebäude kommt, sollten um das Haus und um die in der Nähe stehenden Bäume nach Spuren des Marders gesucht werden. Gern klettert das Tier auch an Fallrohren hoch, um aufs Dach zu gelangen.

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Kratzspuren an der Regenrinne können ebenso ein Hinweis sein. Marder können sehr gut klettern und bis zu zwei Meter weit springen. Auch Fellfetzen, die am Eingang im Dach hängen bleiben, können ein Indiz für Marder sein. Gern nutzt der Marder Belüftungsschlitze, Mauerlöcher, lockere Dachziegel oder Bleiabdichtungen, die er hochdrücken kann. Handgroße Öffnungen genügen dem Marder zum Durchschlupf denn letztlich gelangt er überall dorthinein wo der den Kopf durchzwängen kann.

Schnelle Abhilfe kann geschafft werden, wenn das Vergrämungsmittel in unmittelbarer Nähe des Aufenthaltsortes des Marders ausgebracht wird. Ebenfalls hilfreich ist das Positionieren von getränkten Tüchern an den unmittelbaren Laufwegen des Marders wie z.B. unter den betroffenen Dachziegeln, die er zum Einstieg nutzt oder direkt in der beschädigten Dämmung.

Oft halten sich Marder in Zwischendecken, Hohlräumen hinter Rigipsblatten oder in der Dämmung auf. Wenn es hier nicht möglich ist getränkte Tücher auszulegen kann die Anti-Marder-Spritze zur Hilfe genommen werden. Diese ermöglicht das Vergrämungsmittel in schwer zugängliche Bereiche oder Hohlräume zu applizieren.

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Marderschaden und Versicherung

Zahlen für Gebäudeschäden gibt es nicht, hier ist Marderverbiss nicht versicherbar. Neben Wärmedämmungen zerstören die Tiere Elektroanlagen, Strom- oder Antennenkabel und zunehmend auch Kabel und Schläuche von Solaranlagen auf Dächern. Auch über von Mardern verursachte Kurzschlüsse an Kraftwerken oder Bahnanlagen gibt es keine Statistik. Um den Marder auf dem Dachboden nicht einzuschließen, darf der Zugang nur nachts, wenn der Marder auf der Jagd ist, versperrt werden.

Im Frühjahr, von März bis Juni, dürfen Aussperrungen grundsätzlich nicht erfolgen. In dieser Zeit besteht die Gefahr, dass man die Mutter von ihren Jungen trennt. Ein qualvoller Hungertod der Jungtiere und daraus folgender Verwesungsgeruch wären die Folge!

Legal und zuverlässig lässt sich der Steinmarder vom Dachboden vertreiben, wenn es gelingt ihn zu vergrämen. Das Mardermittel ist hierfür ideal geeignet, da es den Marder schnell und schonend vergrämt.

Dies ist besonders wichtig während der Aufzucht der Jungen. Es wurde oft beobachtet, dass nach dem Ausbringen des Vergrämungsmittels die Mutter (Fähe) ihre Jungen mit dem Maul wegträgt und eine andere Bleibe für sich und den Nachwuchs sucht.